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Allgemeines zu Therapien

Was ist ein Trauma?

„Trauma“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet Wunde, Verletzung, Schädigung. In der Psychologie ist ein Trauma eine seelische Verletzung als Folge von Ereignissen, in denen ein Mensch einer massiven Bedrohung ausgesetzt ist oder eine solche beobachtet. Beispiele sind Naturkatastrophen, Unfälle und körperliche Gewalt. Auch sexueller Missbrauch ist ein traumatisierendes Ereignis und kann zu einer tiefen Verletzung der körperlichen und seelischen Gesundheit führen.

Was sind die Folgen?

Können Betroffene das traumatische Ereignis nicht allein bewältigen und erfahren keine Hilfe, können unmittelbar oder sogar noch Jahre später die unterschiedlichsten psychischen Symptome und Erkrankungen auftreten. Häufig leiden Betroffene unter Depressionen, Angststörungen, Persönlichkeitsstörungen, sexuellen Störungen, Suchtverhalten oder auch unter der sogenannten posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS): Sie äußert sich zum Beispiel durch Schlafstörungen oder durch Wiedererleben des traumatisierenden Ereignisses („flash backs“).

Was ist Psychotherapie?

Psychotherapie ist die Behandlung von seelischen (psychischen) oder seelisch (psychisch) bedingten körperlichen Erkrankungen mithilfe von wissenschaftlich anerkannten Methoden. Auch die psychischen Folgen sexualisierter Gewalt lassen sich durch Psychotherapie behandeln.

Psychotherapie erfolgt über das persönliche Gespräch zwischen betroffener Person und Therapeutin oder Therapeut und durch Übungen, bei Kindern auch durch Spielen.

Damit die psychotherapeutische Behandlung von der Krankenkasse finanziert wird, muss zuvor ein Antrag an diese gestellt werden.

Welche Psychotherapieangebote gibt es?

Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt die Kosten für die analytische Psychotherapie, die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie und die Verhaltenstherapie. Betroffene können Einzel- oder Gruppentherapien wahrnehmen.

Wissenschaftlich anerkannt sind auch die Gesprächspsychotherapie (für Erwachsene) und die Systemische Therapie (für Kinder, Jugendliche und Erwachsene). Die Kosten für eine ambulante Psychotherapie in diesen Verfahren werden jedoch nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

Im Rahmen der Therapie können auch spezifische traumatherapeutische Methoden zur Anwendung kommen, wie beispielsweise EMDR. In spezialisierten Kliniken unterstützen Experten Betroffene mit Kreativtherapien, wie beispielsweise Kunst-, Musik- oder Tanztherapie.

Unabhängig davon, für welche Therapie sich die Patientin oder der Patient entscheidet: Wichtig ist, dass sie beziehungsweise er eine vertrauensvolle Beziehung zur Therapeutin oder zum Therapeuten entwickelt und das angewandte Verfahren gut annehmen kann.

Betroffene können sich direkt an Ärztliche Psychotherapeutinnen und -therapeuten, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutinnen und -therapeuten, Psychologische Psychotherapeutinnen und -therapeuten oder psychotherapeutisch qualifizierte Fachärztinnen und Fachärzte wenden. Für die Behandlung von psychischen Erkrankungen stehen ambulante und stationäre Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Außer Psychotherapie gibt es für Betroffene auch Beratungsangebote durch spezialisierte Beratungsstellen. Diese sind in der Regel kostenfrei. Für manche Betroffenen führt der Weg in die Psychotherapie über eine Beratungsstelle, für andere ist eine Beratung ausreichend.

Mehr dazu lesen Sie unter „Beratung

Hilfe bei Schwierigkeiten in einer psychotherapeutischen Behandlung

Eine vertrauliche, unentgeltliche und bei Bedarf anonyme Beratung  bieten die Beraterinnen und Beratern des Ethik-Vereins.
Diese bieten Hilfe, wenn Sie Informationen über professionelle Psychotherapie suchen,
wenn Sie Probleme oder Konflikte in Ihrer Therapie haben,
wenn Sie sich verunsichert, verletzt oder falsch behandelt fühlen,
wenn eine Therapie unverständlicherweise abgebrochen worden ist,
wenn möglicherweise eine Verletzung ethischer Leitlinien vorliegt,
wenn Sie nach Möglichkeiten für eine offizielle Beschwerde suchen oder eine Vermittlung oder Mediation wünschen.
www.ethikverein.de

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