Anlaufstellen und Hilfen für (potentielle) Täter und Täterinnen

Die Arbeit mit Menschen, die sexuellen Missbrauch begangen haben (oder befürchten, dies zu tun), ist eine Form von Prävention. Denn sie zielt darauf ab, zukünftige Taten zu verhindern.

Ziel einer Therapie oder Beratung ist es, dass Klienten beziehungsweise Klientinnen Verantwortung für ihre Taten und die daraus resultierenden Verletzungen und Folgen übernehmen und Mitgefühl für die Opfer entwickeln. Die Klienten beziehungsweise Klientinnen werden aber nicht auf ihr Tatverhalten oder die fantasierten Taten reduziert. Konkrete Handlungsschritte und deren Umsetzung für ein zukünftiges gewalt- und straffreies Leben sollen erarbeitet werden.

Erwachsene Personen, die sexuelle Übergriffe begangen haben, können hier Hilfe finden.

Menschen, die sich sexuell von Kindern oder Jugendlichen angezogen fühlen, können sich auch an das Projekt „Kein Täter werden“ wenden. Voraussetzung ist, dass sie aus eigener Motivation und ohne juristische Auflagen Hilfe suchen. Ziel ist auch hier, keine sexuellen Übergriffe zu begehen, weder durch direkten körperlichen Kontakt noch indirekt durch den Konsum von Missbrauchsabbildungen im Internet.

Kinder und Jugendliche, die sexuell übergriffiges Verhalten zeigen, benötigen möglichst zeitnah kompetente Hilfe. Ambulante und stationäre Beratungs- und Therapieangebote für Kinder und Jugendliche mit sexuell übergriffigem Verhalten sind in der Adressdatenbank hinterlegt; insbesondere spezialisierte Fachberatungsstellen sind hier fachkundige Ansprechpartner. Weitere Informationen gibt es hier.