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Informationen für Eltern und pädagogische Fachkräfte

Wie können Kinder und Jugendliche geschützt werden?

Um sexuellen Missbrauch an Kindern und Jugendlichen zu verhindern, müssen Eltern, Lehrkräfte, Erzieherinnen und Erzieher, aber auch Bildungs- und Freizeiteinrichtungen für Mädchen und Jungen Verantwortung übernehmen. Die Herausforderungen für Mütter und Väter sowie für pädagogische Fachkräfte liegen vor allem im Erziehungsalltag. Dort können präventive Haltungen, Botschaften und Erziehungsmethoden zum Schutz vor Missbrauch beitragen. Für Einrichtungen wie Schulen, Kindergärten, Kirchen, Sportvereine, Internate oder auch Kinderheime bedeutet Prävention, den Schutzgedanken in den Strukturen der Einrichtungen konzeptionell zu verankern und hierzu Schutzkonzepte zu erstellen.

Welche Erziehung ist präventiv?

Das moderne Präventionsverständnis setzt bereits im Alltag an und nicht erst an scheinbar oder tatsächlich gefährlichen Situationen. Prävention ist die Aufgabe von Eltern und allen Erwachsenen, die mit Kindern zu tun haben. Denn: Kinder und Jugendliche können sich nicht allein schützen. Erwachsene sollen Mädchen und Jungen mit Liebe und Respekt begegnen, ihre Persönlichkeit ernst nehmen und ihre Selbstbestimmung fördern, anstatt die Kinder den eigenen Bedürfnissen unterzuordnen. Im Mittelpunkt steht die Stärkung der Mädchen und Jungen.

Bei allen Bemühungen um einen präventiven Erziehungsstil sollten sich Eltern und pädagogische Fachkräfte aber nicht überfordern. Vieles lässt sich versuchen, aber nur einiges lässt sich im Alltag sofort und konsequent umsetzen. Es geht um das Ziel der Prävention und darum, sich auf den Weg zu machen.

Prävention gestern und heute

Die Frage, wie man Kinder schützen kann, ist nicht neu. Sie wurde aber früher überwiegend von Müttern und Vätern und nicht in professionellen Zusammenhängen gestellt. Warnungen und Verbote standen im Vordergrund und richteten sich vor allem an Mädchen: „Geh mit keinem Fremden mit“ oder „Zieh keinen kurzen Rock an“. Dieses traditionelle Präventionsverständnis griff jedoch zu kurz: Jungen wurden kaum als Opfer gesehen, die meisten Täter, nämlich die aus dem sozialen Nahbereich (und nahezu alle Täterinnen), wurden ignoriert. Konkrete Aufklärung über sexuellen Missbrauch fehlte meist, und die Verantwortung für ihren eigenen Schutz wurde den Kindern auferlegt. Diese Art der Prävention ist nicht sinnvoll, denn sie schürt Ängste.

Die Möglichkeiten und Voraussetzungen für Prävention haben sich in den letzten Jahrzehnten gewandelt, seit sexueller Missbrauch kein absolutes Tabuthema mehr ist und es darüber umfangreiches Wissen gibt. Heute kann das Wissen über mögliche Täter beziehungsweise Täterinnen, über ihr Auftreten und ihr Vorgehen, aber auch über besondere Risiken für Mädchen und Jungen als potentielle Opfer Antworten auf die Frage geben: Welche Erziehung und Strukturen tragen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen bei?

Prävention in der Schule

Auch für Lehrkräfte und andere pädagogische Fachkräfte ist die Umsetzung einer präventiven Erziehungshaltung ein wichtiger Beitrag zum Schutz von Mädchen und Jungen. Darüber hinaus können sie auch präventive Materialien im Unterricht einsetzen und eigene Projekte sowie Präventionsworkshops mit externen Fachkräften durchführen. Spezialisierte Beratungsstellen können hierbei unterstützen. Kontaktdaten liefert die Datenbank auf dieser Webseite.

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