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Übergriffe im Internet

Warum nutzen Täter und Täterinnen die neuen Medien als Plattform für sexuellen Missbrauch?

Schon für Grundschulkinder gehören Handy und Internet oftmals zum Alltag. Ihre Unbefangenheit macht Kinder und Jugendliche jedoch anfällig für unangenehme Erlebnisse im Bereich der neuen Medien. Aufklärung zu sexueller Gewalt muss sich daher immer auch mit den Möglichkeiten digitaler Kommunikation befassen.

Viele Täter und Täterinnen wenden online die gleichen Strategien an wie im direkten Kontakt mit Kindern und Jugendlichen (siehe „Tat und Strategie"). Vor allem über soziale Netzwerke wie Facebook oder über Chatrooms bauen sie eine Beziehung zum Mädchen oder Jungen auf. Eine falsche Online-Identität anzugeben, fällt leicht – und vereinfacht Tätern und Täterinnen ihr Vorgehen. Sie schaffen es zum Teil durch geschickte Strategien, das Mädchen oder den Jungen dazu zu verleiten, sich vor einer Webcam auszuziehen und zu berühren. Diese Manipulation nennt man „Grooming".

Wie verhalte ich mich, wenn ich im Internet auf kinderpornografische Darstellungen stoße?

Wer beim Surfen im Internet auf kinderpornografische Inhalte stößt, sollte Hinweise hierzu der Hotline von jugendschutz.net oder der gemeinsamen Beschwerdestelle des Verbands der deutschen Internetwirtschaft e. V. (eco) und der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimediadiensteanbieter e. V. (FSM, www.internet-beschwerdestelle.de) melden.

Was kann ich als Erwachsener tun, um Kinder oder Jugendliche zu schützen?

Eltern sollten mit ihren Kindern das Internet gemeinsam entdecken, sie bei ihren ersten Schritten begleiten und mit ihnen Regeln für die Nutzung des Internets vereinbaren. Das bedeutet zum Beispiel, Kinder im Grundschulalter auf sicheren Seiten anzumelden (siehe aufgeführte Links). Je älter Mädchen oder Jungen werden, desto mehr gilt es auszuhandeln, welche Seiten sie besuchen dürfen und welche nicht, wie lange sie vor dem Computer sitzen, mit was sie sich beschäftigen und mit wem sie sich online anfreunden.

Generell gilt: Seien Sie nicht überängstlich, aber achtsam. Die Nutzung des Internets gänzlich zu verbieten, kann dazu führen, dass Mädchen und Jungen sich ohne Wissen ihrer Bezugspersonen im Netz bewegen und sich bei negativen Erlebnissen nicht anvertrauen. Mütter und Väter sollten sich dafür interessieren, auf welchen Webseiten oder sozialen Netzwerken ihre Kinder unterwegs sind, und nachfragen, wenn sie das Gefühl haben, dass etwas nicht stimmt.

An wen können sich Betroffene wenden?

Sind Kinder und Jugendliche im Netz belästigt worden, finden Betroffene und ihre Familien Hilfen und Meldemöglichkeiten auf der Webseite des „I-KiZ Zentrum für Kinderschutz im Internet“ oder unter www.nummergegenkummer.de.

Für Jugendliche gibt es zudem eine Online-Beratung zu sexueller Gewalt in den neuen Medien unter
https://save-me-online.de
http://www.juuuport.de

Weitere Informationen:

Für Kinder geeignete Internetseiten und Suchmaschinen:

Für Jugendliche besonders geeignete Webseite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung www.loveline.de

Internetseiten mit Informationen über kindersicheres Surfen und Chatten



Literaturhinweise:
Weiler, Julia von: Im Netz. Tatort Internet – Kinder vor sexueller Gewalt schützen. Freiburg i. Br.: Kreuz 2011.

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