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Daten & Fakten

Daten & Fakten

Sexuelle Gewalt ist ein gravierendes Problem in unserer Gesellschaft: Eine repräsentative Umfrage unter 14- bis 90-Jährigen (Häuser et. al. 2011) zeigt: Mehr als jede Zehnte beziehungsweise jeder Zehnte hat in ihrer beziehungsweise seiner Kindheit und Jugend sexuellen Missbrauch erlebt. Andere Studien (Wetzels 1997, Bieneck et al. 2011) mit Befragten unterschiedlichen Alters (16- bis 59-Jährige beziehungsweise 16- bis 39-Jährige) gehen von Häufigkeiten zwischen sechs und 16 Prozent aus. Repräsentative Untersuchungen zu sexueller Gewalt bei Mädchen und Frauen mit Behinderungen und Beeinträchtigungen (15- bis 65-Jährige) weisen darauf hin, dass diese zwei- bis dreimal häufiger sexuellem Missbrauch in Kindheit und Jugend ausgesetzt sind als der weibliche Bevölkerungsdurchschnitt (BMFSF J 2012).

Laut Polizeilicher Kriminalstatistik (PKS) sind die Fälle des sexuellen Missbrauchs von Kindern (§§ 176, 176a, 176b Strafgesetzbuch) in den letzten beiden Jahren leicht angestiegen, nachdem 2009 der niedrigste Wert seit 1993 zu verzeichnen war (11.319 Fälle): Im Jahr 2011 wurden 12.444 Fälle verzeichnet und im Jahr 2012 waren es 12.623 Fälle. Die Polizeiliche Kriminalstatistik erfasst jedoch nur das Hellfeld, also die der Polizei bekannt gewordenen und durch sie endbearbeiteten Straftaten. In diesem Deliktsbereich wird aber von einem hohen Dunkelfeld ausgegangen, also der Polizei nicht bekannt gewordener Straftaten. Die oben erwähnten Studien belegen dies.

Vor dem Hintergrund der umfänglichen öffentlichen Debatten der letzten Jahre im Zusammenhang mit verschiedenen Skandalen an öffentlichen Einrichtungen und den Aktivitäten der Bundesregierung im Rahmen des „Runden Tisches Sexueller Kindesmissbrauch“ als Reaktion darauf, ist aus kriminologischer Sicht mit erhöhter Aufmerksamkeit, damit auch mit einem größeren Anzeigeverhalten und folglich einer stärkeren Aufhellung des Dunkelfeldes im Bereich der Sexualdelikte zu rechnen. Der Anstieg der polizeilich bekannt gewordenen Fälle kann also auch auf die erhöhte Aufmerksamkeit in der Bevölkerung zurück zu führen sein und bedeutet nicht zwangsläufig eine absolut höhere Zahl an Straftaten im Kontext des sexuellen Missbrauchs an Kindern.

Nach der Polizeilichen Kriminalstatistik geschehen mehr als die Hälfte aller bekannt gewordenen Fälle unter Verwandten oder im unmittelbaren sozialen Umfeld. Betroffen sind hier überwiegend Mädchen. Hinzu kommen Vorfälle in Institutionen.

Präzise Statistiken und repräsentative Untersuchungen darüber, wie viele Fälle sexuellen Missbrauchs es in welchen Bereichen gibt, fehlen weitgehend. Das Ausmaß sexualisierter Gewalt wird in einer repräsentativen Studie untersucht, die das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen mit Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung durchführt.

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